2016: Frau am Kreuz – Ulrike Wörner

– eine neu entdeckte Kultfigur

Ab dem 16. März 2016 findet im Museum Kloster Asbach erneut die Ausstellung „Die Frau am Kreuze – eine neu entdeckte Kultfigur“ statt.

In der heutigen Zeit flammt immer wieder der Streit um die Kreuze etwa in Klassenzimmern auf, da das Bild des Gekreuzigten von einer Reihe von Leuten entweder als eine sadistischer Figur wahrgenommen wird, die Kindern nicht zumutbar ist, oder als Siegeszeichen über andere Religionen, Philosophien und Ideologien. Hängt am Kreuz nun gar eine Frau, wie dies in Wallfahrtsstätten, Kirchen und Museen wie dem Museum Kloster Asbach immer noch zu sehen ist, so ist solch ein Bild für viele ,aufgeklärten’ Menschen einfach unverständlich, es wird verdrängt, umgedeutet oder vielleicht als “komisch” abgetan.

Dennoch erlebt diese 500 Jahre alte Kultfigur, die von den Gläubigen über Jahrhunderte als helfend und heilend erlebt wurde, heute eine Renaissance. So geht es in der Ausstellung wie im Buch darum, die Geschichte der ursprünglichen Kultfigur mit ihrer Autonomie und ihren Stärken heraus zu arbeiten, aber auch darum, sie in ihren heutigen Zuständigkeiten und Funktionen als eine mögliche Leitfigur eines Menschen- und Erlöserbildes zu erfassen, das nicht geschlechterexklusiv ist.