 |
 |
|
Die Klöster der Benediktiner und Zisterzienser haben jahr- hundertelang das religiöse, kul- turelle und wirtschaftliche Le- ben unserer Region entschei- dend mitbestimmt; sie waren Zentren des Glaubens, der Kultur, der Wissenschaft und Technik.
Die kulturellen und zivilisatorischen Werte, die sie geschaffen und bewahrt haben, gehören zur geistigen Grundlage unserer Kultur. Die durch die Aufklärung vorbereitete Säkularisation von 1803 stellt in dieser Hinsicht eine historische Zäsur von grundlegender Bedeutung dar.
Die Klöster wurden aufgelöst, ihre kulturellen Schätze auf Bibliotheken, Museen und Kunstsam- mlungen verteilt oder vernichtet, ihre wirtschaftlichen Strukturen zerstört.
Die in der Epoche des Barock entstandenen und in höchster Blüte stehenden Klosteranlagen gingen nicht völlig unter. Die Klosterkirchen erhielten als Pfarr- kirchen eine neue Funktion, die Wirtschafts- und Konventsgebäu- de gingen in Privatbesitz über.
Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurden die Klöster Metten und Niederaltaich wiederbesiedelt, in Niedernburg zogen die Englischen Fräulein ein und begründeten das Mädchenschulwesen.
|
|
 |
 |
|
Im 20. Jahrhundert kam es in Engelszell durch die Trappisten und in Fürstenzell durch die Maristen zu einem Neuanfang. Aldersbach, Vornbach und As- bach wurden nicht wieder als Klöster hergestellt.
Noch im 19. Jahrhundert und an der Wende zum 20. Jahrhundert entstanden neue Klöster mit neuer Zielsetzung: die Abtei der Missionsbenediktiner Schweikl- berg und die Frauenklöster Thyr- nau, Neustift bei Ortenburg und Tettenweis. Die Klöster in unserer Region stehen mitten im Leben; sie sind ein Teil der Identität unserer Region. Die Klöster sind heute als Glaubens-, Bildungs-, Schul- und Kunstzentren unverzichtbar. Die ehemaligen Klosterkirchen sind als Pfarrkir- chen Stätten der Seelsorge.
Die Ausstellung wird an einem authen tischen Ort, im ehemaligen Benediktinerkloster Asbach veranstaltet. Asbach, im 11. Jahrhundert gegründet, 1803 aufgelöst, vom Kulturkreis Kloster Asbach e. V. restauriert und nun Museum, bildet den würdigen Rahmen, die Besucher die faszinierende Welt der Klöster erleben zu lassen. Die Ausstellung versucht, die historischen Aspekte mit der aktuellen Situation zu verbinden, die großen kulturellen Leistungen der Vergangenheit exemplarisch zu dokumentieren und die neuen Klöster in ihrem Selbstverständnis vorzustellen.
|
|
|
 |
 |
|
Am Anfang aber stehen Benedikt, der Vater des abendländischen Mönchtums, von Papst Paul VI. 1964 zum Schutzpatron Europas erhoben, und Bernhard von Clairvaux, nicht der Gründer des benediktinischen Reformordens der Zisterzienser, aber einer seiner größten Söhne. Den Spuren, die sie in unserer Region an Donau und Inn hinterlassen haben, geht die Ausstellung nach.
Sie verfolgt das Ziel, dem Besucher einen Einblick in benediktinisch-zisterziensisches Leben – einst und jetzt – zu vermitteln und thematisiert mit eindrucksvollen Exponaten die Gründungsgeschichte, Kunst und Architektur, Buchmalerei, Gottes- dienst und Kirchenmusik.
Die Ausstellung zeigt die Folgen der Säkularisation auf und verweist auf die Wiederbelebung des benediktinischen Geistes im 19. und 20. Jahr- hundert in Gebet, Seelsorge, Bildungsarbeit, Kunst- handwerk und Mission.
>> Ausstellung
>> Rundgang
>> Klöster der Region
>> Heiliger Benedikt
|
|