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Asbach und Schöpfs Nachlass eröffnen damit eine nahezu einzigartige Gelegenheit, einen detailge- nauen Blick auf die Arbeitsweise eines aus barocker Tradition kommenden, akademisch gebil- deten Freskanten zu gewinnen.
Verblüffend wirkt die aus dem akademischen Denken stammende Arbeitsstrategie, systematisch jede Figurenkomposition über Aktstudien nach dem lebenden Modell vorzubereiten, die sich mangels erhaltenem Entwurfsmaterial am Oeuvre keines anderen im süddeutschen Sprachraum arbeitenden Künstlers bisher so beobachten ließ.
Die Ausstellung „Vom Akt zum Fresko“ widmet sich einführend der Thematik, Joseph Schöpf als Maler des Frühklassizismus darzustellen. Den Schwerpunkt bildet aber der Nachvollzug des gesamten Werkprozesses für die Freskierung der Klosterkirche Asbach, der prototypisch für andere Werkkampagnen Schöpfs, seiner Zeitgenossen und Vorläufer stehen kann. Der Titel der Ausstel- lung zeigt sich als Programm.
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